a) Wieviel darf es kosten?

Nunja, da spielt Euer eigenes Portemonnaie natürlich die entscheidende Rolle. Die meisten Beginner geben zunächst bis max. 1000 Mark aus. Und dies ist auch gut so. Denn, man sollte erstmal klein anfangen. Mit kleiner Öffnung und nicht allzuhohem technischen Aufwand.

Die ersten Gehversuche sind nämlich häufig wegweisend: Klappen die nicht, dann ist beim Anfänger häufig die Lust an den Sternen schnell verflogen, hat man jedoch Freude an seinem kleinen Gerät, nutzt es häufig und erzielt man damit schöne Beobachtungen, bleibt man sicher eher "dran". Es ist m. E. nach ziemlich sinnlos und weckt auch viel zu hohe Erwartungen, wenn man dem Händler 10.000 Mark auf den Tisch klatscht und ihm sagt: So nun möchte ich alles genauso gut sehen, wie auf HST-Photos. Das klappt nicht!!! Dann sind die 10000 Märker weg, die Enttäuschung ist groß und das sicher schöne Gerät beginnt in der Ecke ungenutzt zu verstauben.
Also, wirklich klein anfangen, sich vorher weitere Tips besorgen und in aller Ruhe zum Kauf schreiten.
Als "kleinen" Anfang sehe ich Öffnungen zwischen 80 und 100, maximal 150mm Durchmesser an. Wobei hier zu unterscheiden ist, ob man sich einen Refraktor oder einen Reflektor zulegt. Denn ein 150er Refraktor gilt im Allgemeinen nicht mehr als "typisches" Anfängergerät, während ein 150er Newton schon noch in diese Kategorie eingeprdnet werden kann.
Deutlich erkennbar wird dies am Preis: Mit etwas Glück kann man schon einen ganz anständigen 150er Newton mit Grundausstattung für ein wenig mehr als 1.000 Mark bekommen. Der gleichgroße Refraktor ist i.d.R wenigstens mit 2.500 Mark zu veranschlagen.

Meine gerätmässigen Empfehlungen für einen guten Einstieg sind:

Der 102/1000mm Refraktor ("Vixen" etc.), den es schon mal für unter 600 mit Montierung und Grundausstattung gibt. Mag man mehr auf Planeten und Mond gehen, kann gelegentlich den 80/1200mm Refraktor (Vixen, gutes Einstiegsgerät!) auf einer einfachen Montierung günstig angeboten bekommen.
Als Reflektor ist der sehr gute 110/805mm "TAL"-Newton zu empfehlen, ein Gerät russischer Produktion mit vorzüglicher Optik und solider Montierung. Dies ist nebst Grundausstattung auch noch MIT elektrischem Antrieb verbreitet für unter 500 zu haben und bietet meines Erachtens nach die beste Preis-Leistungrelation.


Und es muss kein Neugerät sein! Im Internet gibt es diverse Gebrauchtmärkte. Auch hier ist ein Astrogebrauchtmarkt zu finden. wo man gute Gelegenheiten aufschnappen kann und bisweilen sogar um die 50% gegenüber dem Neupreuis eines Teleskopes einsparen kann (habe das Glück mit meinem Intes MK-65 Maksutov Cassegrain gehabt.

Und auch eines gibts es gerade heutztage in Zeiten billiger, und häufig angebotener gerade vr-chinesischer Massenware - zu bedenken: Denkt mal an die Leute, die das Gerät produziert haben, an welchem ihr sitzt. Wenn es eines von den bekannten VR-chinesischen ist, dann kann man leider davon ausgehen, das diese unter völlig anderen, als z.B. mitteleuropäischen Verhältnissen produziert worden sind. Die Menschen dort werden allzuhäufig übel ausgebeutet, kennen keinen 8-Stunden Tag und bekommen einen Minilohn für ihre Arbeit. U.a. auch deswegen sind diese Gerätschaften so billig.
Wenn man das ignorieren möchte und dann dem Reiz des Billigen erliegt, so ist dieses zur Kenntnis zu nehmen. Diese Leute sollten dann aber bitte nicht mit moralischen Ansprüchen an ihre Umwelt herantreten, wenn sie diesen selbst aufgrund ihres eigenen Konsumverhaltens nicht mal gerecht werden können.
Denn jeder Kauf eines Produktes hat auch eine humane Komponente. Schaut mal, wo Euer Gerät produziert wurde.

Und als Konsumenten können wir - Kraft unserers Portemonnaies - auf die Hersteller schon einwirken. Dies wird allzuhäufig resignierend unterschätzt.
b) Von wo aus beobachtet man?

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