Towa339/Tasco10K&15K 80/1200mm - Blenden im Tubus selbst

Blendenanpassung im Tubus

Schön sind sie schon, diese 80/1200er aus Japan. Aber manchmal scheint den Herstellen - hier bei - Towa dann doch etwas die "Puste ausgegangen" zu sein. Zum Beispiel was die Austattung des Tubusses betriftt. Ist schon dieser "Posaunenauszug" nicht so wirklich der "Burner" (warum man da nicht einfach das Rohr an und für sich ca 15-20 cm verlängert hat, sondern den - im Vergleich dazu sicher eher aufwändigeren - Extrarauszieh- eben "Posaunenzusatz-" Tubus gewählt hat, erschliesst sich wohl nur den japanischen Produzenten der 70er Jahre ...
Neben diesem kleinen "Failure" wurde leider auch in der streulichtreduzierenden Blendenausstattung des Tubusses gespart. Lediglich ein einzige Blende soll diesen "Job" machen. Sehr dürftig.
Mit einem kleinen wie sinnvollen Programm aus dem Netz konnte ich dann feststellen, das für eine optimale "Verblendung" eines solchen Gerätes s e c h s Blenden notwendig sind. Nicht nur eine Einzige.

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Die beiden Bilder in der zweiten Reihe zeigen dann auch, wie sich die Streulichtlage durch den Tubus mit der einen Blende darstellt: man sieht einen "hübschen" Bereich, in dem - gerade wenn man hellere Objekte wie die Planeten Venus, Jupiter oder eben auch den Mond beobachtet - es durchaus licht"streut".


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Eleganteste Lösung wären natürlich auch hier Blenden aus Metall. Da das aber nicht zur Hand war, müssen es (erst einmal) auch solche aus Pappe machen - Effekt ist ja derselbe. Also: altes Stück Pappe (dünnwandige reicht) genommen und - Schnippeln: zunächst einen Kreis von ca 10cm Durchmesser. Dann beim Tubusinnendurchmesser (80mm) einen Kreis gezogen - siehe Bild und zwischen dem Aussenrand und diesem Kreis "Zähnchen" ausgeschnitten. Diese dann bis zum Innenkreis gefalzt. Nun musste ein zweiter Innenkreis her, nämlich der für den Lichtdurchlass. Hier wurde dann dieser Kreis mithilfe eines Teppichschneidemessers herausgeschnitten.

     



So wurde dann mit der zunächst zweite Pappblende auch verfahren. Natürlich sollten die Blenden-Innenkanten "schärfer" sein, als die hier sichtbaren.

  

Jetzt waren die Blenden vorsichtig von vorne in den Tubus zu schieben. Hier ist nun das Verhältnis von "wie weit rein" zum Lichtdurchlass zum maximalbrennweitigem Okular (Einfallslinsendurchmesser bzw "Eintrittspupille") zu beachten: über den Daumen: Hier haben wir einen Objektivdurchmesser von 80mm und eine Brennweite von 1200mm. Nehmen wir mal - der Einfachkeit halber - einen Lichtdurchlass von 40mm (also halber Objektivdurchmesser), so wäre diese Blende auf dem halben "Weg" zum Okular // halbe Brennweite - also bei 600mm Abstand zum Objektiv anzubringen. Analog: nehmen wir einen Lichtdurchlass von 20mm - viertel Objektivdurchmesser - ist die Blende bei der viertel Brennweite zum Objektiv - also hier 300mm anzubringen. Wer es ganz genau möchte, verwende aber das obige angeführte kleine Programm zur Blendenberechnung.

Resultat ...