Bresser/Meade Refraktor 102/900mm

Bresser/Meade Refraktor 102/900mm

Getestet am 29.06.2001 in der Effringhausen

Getestet von den Mitgliedern des Vereine Ad Astra BochumProtokoll: Nils Kloth


Die Lieferung beinhaltet
  • Optik/Tubus Refraktor 102/900mm und Grundausstattung
  • Meade Montierung LXD 500

    in jeweils
  • 1x Karton Optik
  • 1x Karton Stativ, Montierung
    transportsicher verpackt

    Unsere Testkritereien lassen sich folgendermaßen beschreiben:

  • Verpackung
  • Vollständigkeit
  • Zustand nach Anlieferung
  • Aufbau / Handhabung
  • Gesamteindruck / Stabilität
  • Einzeleindruck ( Komponenten )
  • Mechanik
  • Optik



    S T A T I V :

    Ein Alustativ das mit seiner integrierten Dosenlibelle und seiner guten Handhabung besticht. Unsere Testperson hatte kaum Probleme die Montierung mit dem Stativ zu verbinden.

    Dennoch möchte ich hier auf Schwachstellen aufmerksam machen:
    Die Stativspinne macht einen eher unbekümmerten Eindruck, eine stabilere Ausführung währe wünschenswert.
    Auch die Befestigungsschraube der Stativplatte ist ein wenig zu kurz, ein längerer Griff oder ein handlicher Knauf währen hier eher angebracht.

    Negativ fiel auf:

  • Unterdimensionierte Stativspinne
  • Fehlendes Werkzeug zum Nachjustieren der Stativbeine
  • Stativadapter: Montierung liegt nicht ganz plan auf, sondern auf einem kleinen schmalen Ring
  • Schraube, die die Montierung hält ist nicht griffig und hat 2 nicht selbst sichernde Unterlegscheiben, die in "freiem Feld" verloren gehen können.

    Positiv fiel auf:

  • Vorhandene Dosenlibelle
  • Leichter Aufbau ( problemlos)


    M O N T I E R U N G ( LXD 500 )

    Die LXD 500 ist durch ihre kompakte Bauweise leicht zu bedienen und bietet gerade für den unerfahrenen Anfänger eine gute Basis für den Einstieg in die Astronomie.
    Auch hier möchte ich auf einen - wie wir meinen - kritischen Mangel eingehen:
    Bei unserer Testbeobachtung stellte sich heraus das die Verlängerungen der Nachführwellen (WdV) nicht an die LXD500 passen, ein genereller Konstruktionsfehler.
    Dies macht es schier unmöglich, ungestört zu beobachten.
    Das zu grosse Spiel zwischen VdW und Achswelle verhindert eine saubere KraftÜbertragung und läst die VdW förmlich von der Welle rutschen. Auch die M3 Rändelschraube verhindert dieses nicht, da das Anziehen dieser Schraube für einen ausgewachsenen Menschen unmöglich ist.

    Negativ fiel auf:

  • Wellen Verlängerungen ( Nachführungen ): kleine Rändelschrauben ist im RA kaum zu befestigen, es sei denn, man hat sehr kleine Finger.
    Die Wellenverlängerungen selbst hat eine Körnung, in dem das Gewinde eingeschnitten ist. Die Schraube löst sich von selbst, weil gerade mal eine Gewindeumdrehung vorhanden ist. Wäre die Körnung nicht, hätte man im gelösten Zustand zumindest 2 Gewindeumdrehungen. Die Stange löst sich nach mehrmaligen Betätigen von Alleine. Schraube hat zudem Spiel wie die Stange auch!

  • -Spiel im RA Achse ( relativ groß )


    O P T I K (Bresser Refraktor 102/900mm)

    Optik/Tubus des Refraktors 102/900mm macht einen guten Eindruck und ist recht handlich. Die Montage ist mit wenigen gekonnten Handgriffen leicht und problemlos.
    Die Optik ist in dieser Preisklasse durchaus brauchbar und die Mechanik des Focussees lässt sich gut bewegen (Beobachtungsberichte folgen!).

    F O K U S S I E R U N G :

    Das Fett sollte entfernt werden, damit leichter scharfgestellt werden kann. Der Tubus "zittert" ansonsten beim Fokussieren zu stark.

    B E O B A C H T U N G:

    Mars:
    Ist zwar im diesem Jahr schlecht zu beobachten, da er zu tief steht. Dennoch ist die Polkappe sowie dunkle Gebiete bei 150-facher Vergrösserung zu erkennen.
    Dabei hat sich leider die Barlowlinse verabschiedet, da die Schraube im Gewinde durchdrehte. Wahrscheinlich wurde ein stumpfer Gewindeschneider verwendet, oder ein zu großer Bohrer, weil auch noch Spiel vorhanden ist.

    Mond: wenig Farbsaum (OK), blau bis violett

    kurze Z U S A M M E N F A S S U N G:

  • Die Mechanik ist in wesentlichen Punkten verbesserungswürdig
  • Die Optik war bei Auslieferung relativ stark dejustiert, ansonsten aber preiswürdig

    Es werden weitere Beobachtungsberichte verschiedener BeobachterInnen folgen, die dann hier veröffentlicht werden.

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