China-Refraktor 150/1200mm

Celestron CR-150 Refraktor 150/1200mm


Das Objektiv vor der Behandlung bei 670 nm:

Vorher   PV-wave   RMS-wave   Strehl
  0.08   0.016   0.99



Nach der Bahandlung: keine Werte ermittelt
Nachher   PV-wave   RMS-wave   Strehl



Vor der Behandlung bei 532 nm:
Vorher   PV-wave   RMS-wave   Strehl
  0.31   0.071   0.82



Nach der Behandlung:

Nachher   PV-wave   RMS-wave   Strehl
  0.17   0.033   0.96




Die Foucaultbilder sind über ein stufenloses Liniengitter ca. 600 lp/mm oder mehr für die einzelnen Farben selektiert:

Vor der Behandlung:


Foucault-Tests in blaugrünen Farbbereich:


Vorher   für blaugrün:
  deutliche Öffnungsfehler



Nach der Behandlung:


Foucault-Tests in gelbgrünen Farbbereich:


Nachher   gelbgrün:
  etwa λ/5.5 PV wave



Foucault-Tests in rot-orangen Farbbereich:

Nachher   rot-orange
  bei ca. 600 nm



Bei dem Foucaulttest sieht man Zonenfehler im Objektiv, die unter λ/10 PV wave liegen dürften, aber deutlich zu erkennen sind.
Der Farblängsfehler zwischen Schnittweite(grün) zu Schnittweite(rot) liegt bei + 0.5 mm, für blau bei ca. 1.5 mm hinter grün. Mit einem Gelbfilter kann man den blau-violett-Teil abschneiden.
Vorher sollte das Objektiv mit einem Chesire-Okular genau zum Tubus kollimiert werden. Auch sollte man die Dezentrierung der Linsen durch zu großes Spiel in der Fassung von 0.2 mm etwas reduzieren. Dies läßt sich mit Hilfe eines Klebebandes mit 0,04 mm Stärke erzielen.

Mit dieser Optimierung läßt sich die Cassini-Teilung am Saturn kantenscharf bei 200-facher Vergrößerung beobachten. Auch bei 300-facher Vergrößerung war eine ca. 1 km entfernten Straßenlampe noch kantenscharf zu sehen.
Ob jedoch alle Objektive exakt diesen fehlerhaften Linsenabstand von 0.2 mm haben, den ich auf 0.7 mm vergrößert habe, weiß ich nicht.
Im Labor läßt die Optik am künstlichen Stern noch lockere 480-fache Vergrößerung zu. (Pinhole mit 0,012 mm von Melles Griot auf 0,01 mm Stahlfolie, also perfekt rund und kantenscharf)
Hätte man dazu noch einen Interferenzfilter, der von blaugrün bis rotorange alles durchläßt, und den Rest abschneidet, dann hätte man ein visuell perfektes Refraktor-Objektiv für einen sehr gutes Preis Leistungsverhältnis.

© Wolfgang Rohr 2001
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