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Auferstanden aus Ruinen ... Erste Beobachtungen
Aber - der langen Reden kurzer Sinn: der Lütsche stellt sich nach Tubuspflege/Objektivreinigung / Sucherreinigung als ganz "dankbarer Kerle heraus. Denn eben direkt nach dem Aufstehen lachte doch tatsächlich mal der Halbmond vom Himmel (aber Party is over now :-( ) - raus den Kleinen auf den Balkon, nun allerdings mit 1 1"4 Okis (30er Ultima / 7er BGO): Und die bestimmt 50 Jahre alte Optik zauberte da auch bei 130fach einen so knackescharfen Mond - herrlich. Dann noch den in der Dämmerung hochstehenden DS ε Bootis (Izar; 2m7/4m8 mit 2"7 Distanz): selbst bei nun heller werdendem Hintergrund nicht nur den DS sehr deutlich getrennt, sondern auch noch die unterschiedlichen Farben (rötlich/bläulich) gut sehen können. Schnell nochmals auf Arkturus gehalten und dann diesen "Intra-Extrafokal-Beugungbildertest" gemacht: die Abbildungen nahezu identisch. Zeichen für eine gute Optik. Klasse. Rettungsaktion Tubus schon mal erfolgreich :-). Ich muss zwar noch die Taukappe aufhübschen, ist verbeult und die Farbe auch teilweise runter, das ist aber nachrangig.
Kleiner Okularvergleich am 60/910er Refraktor: Und überraschenderweise gab es noch ein kleines "Beobachtungsfenster" ... nun am Abend: Und der wurde - wie nennen es BeobachterInnen aus dem englichsprachigem Bereich: "Okular-Shootout" am AE-61 mit seinem für Okulare unkritischem Öffnungsverhältnis. Zunächst aber den Jupiter ... Seeing machte bei 130fach den "Deckel" drauf. Wie auch der Mars; hier sah man dann aber andeutungsweise die Polkappe. Und bei den Plejaden startete dann der Vergleich: Okulare waren im 0"96er Bereich das SYW 25mm HM vs. 25er Celestron Kellner und das 0"96 7mm Celestron-Ortho vs. 7mm "Baader-Genuine"-Ortho in 1 1"4. 25 SYW/Yamamoto HM vs 25er Celestron Kellner: 25er SYW HM ein klein wenig mehr Feld; Einblick vom 25er Kellner angenehmer. Bildhelligkeit (Teststern 10m1er zwischen den beiden unteren "Kastensternen" in beiden Okularen vergleichbar; Randschärfe ganz am Rand im Kellner besser. Fazit: durch insbes. den angenehmeren Einblick hat das 25er Celestron-Kellner die Nase vorn. 7mm Celestron Ortho vs. 7mm Baader Genuine Ortho: Es waren eigentlich keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Abbildungsleistungen beider Okulare zu erkennen. Auch die Sichtfelder entsprachen sich nahezu komplett. Von den Genuines weiss man ja, das sie im orthoskopischen Bereich weit oben anzusiedeln sind. Aber die kleinen ("Tani"-produzierten 0"96er Celestron Orthos spielen auf absolut vergleichbarem Niveau. Kleiner Geheimtip).
Abschließend sei noch angemerkt: diese guten alten japanischen 60er Refraktoren sind mit 0"96er Ausrüstung gut "versorgt". 1 1"4 ist kein "must have" sondern ein "nice to have". Allerdings nur dann, wenn das verwendete 0"96er Zubehör von guter Qualität ist, wie z.B. die beiden hier genannten Celestron-Okulare. Das üblicherweise mitgelieferte Material (H-Okulare, chromatische Barlowlinsen etc.) taugt nicht viel bis garnichts und wertet diese Teleskope wirklich ab. Man könnte den Vergleich ziehen: einen Edelverstärker, an den man Schrottlautsprecher hängt. |